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Thema 03

Sektorübergreifende Elektrifizierung

Die Energiewende verlagert sich zunehmend in den Gebäudesektor. Wärme, Mobilität und Stromversorgung wachsen zusammen und bilden so die wirtschaftlich tragfähigen Konzepte der nächsten Jahre. Die verschiedenen Komponenten sind keine isolierten Bausteine mehr, sondern Teil einer gemeinsamen Energieinfrastruktur am Gebäude. Elektrifizierung bedeutet dabei mehr als den Ersatz fossiler Energieträger, sie ist der Hebel, mit dem sektorübergreifende Anwendungen erst ihr volles Potenzial entfalten können. 

Vier Systemfragen

Nicht die einzelne Anwendung steht im Vordergrund, sondern die Fragen, die für alle Anwendungen gleichermaßen entscheidend sind.

Wie wird Energie bereitgestellt?

Netzbezug, lokale Erzeugung und Systemeinbindung

Wie wird sie gespeichert oder verschoben?

Speicher, Lastverschiebung und Flexibilität

Wie wird sie verteilt und gemessen?

Infrastruktur, Zählerstruktur und Messkonzept

Wie wird sie im Gebäude genutzt?

Verbrauchsstruktur, Lasten und betriebliche Einbindung

Worauf es je Anwendungsfeld tatsächlich ankommt

Anwendungsfeld                                                   Entscheidungslogik

Substitution fossiler Systeme

Ob fossile Anwendungen sinnvoll ersetzt werden können, hängt von Gebäudezustand, Versorgungsstruktur, regulatorischem Rahmen und langfristigen Kostenszenarien ab. GEG-Pflichten und die kommunale Wärmeplanung bestimmen dabei zunehmend, welcher Handlungsbedarf wann entsteht.

GEG und kommunale Wärmeplanung

Das GEG legt Anforderungen an Heizungsanlagen fest, das Wärmeplanungs-gesetz verpflichtet Kommunen zur Planung ihrer Wärmeversorgung. Welche Technologien langfristig tragfähig sind, hängt maßgeblich davon ab, in welchem Versorgungsgebiet sich ein Bestand befindet und welche kommunalen Entscheidungen noch ausstehen.

Elektrische Wärmeversorgung

Mit der Wärmepumpe verschieben sich Lastprofile und Abhängigkeiten zwischen Strom- und Wärmeversorgung. Relevant ist, ob Betriebskosten, Versorgungssicherheit und Eigenstromnutzung zusammenpassen.

Elektromobilität

Entscheidend ist nicht die Ladesäule an sich, sondern wie Ladebedarf, Nutzergruppen, Lastmanagement und Wirtschaftlichkeit in das Gebäudeenergiesystem eingebunden werden.

Was die Praxis zeigt

Die größten Potenziale entstehen dort, wo Anwendungen nicht isoliert geplant, sondern von Anfang an im Zusammenhang mit Erzeugung und Infrastruktur gedacht werden. Elektrifizierung als Gesamtstrategie zu verstehen ist der Unterschied zwischen Einzelmaßnahmen und einem tragfähigen Gebäudeenergiesystem.

Wie wir weiterhelfen

Passende Leistungen 

01

Strategie und Entscheidungsgrundlagen

02

Umsetzungsbegleitung

03

Wissenstransfer und Kompetenzaufbau

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