Thema 04
Wirtschaftliche Betriebsmodelle
In welchem Geschäftsmodell selbst erzeugter Strom genutzt, verteilt und abgerechnet wird, ist eine strategische Weichenstellung. Wer sie früh trifft, schafft sich den größten Handlungsspielraum. Mieterstrom, Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und Energy Sharing sind heute umsetzbar, in ihrer rechtlichen und operativen Ausgestaltung aber anspruchsvoll. Das passende Modell zu identifizieren erfordert Marktkenntnisse, regulatorisches Wissen und Projekterfahrung. Wir unterstützen unsere Kunden dabei und schaffen Klarheit, bevor Entscheidungen fallen.
Betreibermodelle
Eigeninvest und Eigenbetrieb
Der Eigentümer investiert, betreibt und profitiert vollständig. Der Vorteil liegt in Kontrolle und Wertschöpfungstiefe, die Anforderungen in Kapitalbindung und operativer Verantwortung. Wir prüfen, ob dieses Modell für Ihr Portfolio tragfähig ist.
NUTZEN
Eigenverbrauch / Einspeisung
ANLAGE
im Eigentum
EIGENTÜMER
investiert
betreibt
Strom
Ertrag
Pachtbasierte Modelle
Ein Dritter investiert und betreibt die Anlage. Der Eigentümer stellt Fläche oder Abnahmebedarf zur Verfügung und profitiert ohne eigenen Kapitaleinsatz. Wir strukturieren die Vertragsgrundlage und zeigen, welche Konditionen am Markt realistisch sind.
NUTZEN
Rergulatorische Erfüllung
ANLAGE
im Betrieb von Dritten
EIGENTÜMER
Pacht von
Dach | Anlage
Betreibermodelle regeln Verantwortung, Kapitalbindung und Wertschöpfung. Die folgenden Geschäftsmodelle regeln, wie Strom im Gebäude genutzt, geliefert und abgerechnet wird.
Mieterstrom
Wirtschaftlich attraktiv
aber pflichtenintensiv für den Anbieter
Ermöglicht die direkte Stromlieferung an Mieter. Wer es anbietet, übernimmt Lieferantenpflichten mit technischen, rechtlichen und kaufmännischen Anforderungen. Wir berechnen Eigenverbrauchsquote, Autarkiegrad und Wirtschaftlichkeit und zeigen, ob sich der Aufwand trägt.
Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
Keine Pflichten eines EVU
Erlöspotezial ausschließlich durch Stromlieferung vom Dach
Reduziert den administrativen Aufwand gegenüber Mieterstrom spürbar, bringt aber eigene Anforderungen an Messkonzept, Abrechnung und Vertragsgestaltung mit. Sie erfahren, ob dieses Modell für Ihre Gebäudestruktur geeignet ist und was es konkret voraussetzt.
Energy Sharing
Weitergabe über Gebäudegrenzen hinaus inklusive aller Netzabgaben
Ermöglicht die gemeinschaftliche Nutzung erneuerbarer Energie innerhalb eines Netzgebiets. Netzentgelte und Abgaben bleiben dabei vollumfänglich bestehen. Wir ordnen ein, für welche Portfoliokonstellationen sich Energy Sharing heute bereits lohnt.
Stromlieferung
Unabhängig von in § 42 EnWG definierten Modellen Stromlieferung möglich
Ermöglicht die Belieferung von Letztverbrauchern außerhalb EEG-geförderter Modelle und schafft Flexibilität für individuelle Versorgungskonzepte. Sie erfahren, welches Modell wirtschaftlich trägt und welche Pflichten damit verbunden sind.
Stromlieferkonzepte und Abrechnung
operatives Fundament
Lieferantenpflichten und Abrechnungslogik werden oft zurückgestellt und erzeugen in der Umsetzung den größten Aufwand. Wir strukturieren beides frühzeitig und sorgen dafür, dass das Geschäftsmodell auch operativ funktioniert.
Was die Praxis zeigt
Geschäftsmodelle scheitern in der Praxis häufig nicht an der Technologie, sondern an ihrer operativen Tragfähigkeit. die frühzeitige strategische Auseianderrsetzung ist daher unabdinglich.
